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Die DFG-Kolleg-Forschergruppe Justitia Amplificata untersucht grundlegende Fragen der Gerechtigkeit, die über den klassischen Rahmen idealer Theorien für in sich geschlossene Gesellschaften hinausweisen. Ihre Forschung konzentriert sich daher einerseits auf Probleme der globalen, internationalen und transnationalen Gerechtigkeit sowie andererseits auf die Frage, ob und inwieweit Ergebnisse der empirischen Sozialwissenschaften bereits auf grundlegender theoretischer Ebene berücksichtigt werden müssen und nicht erst auf der Ebene der Anwendung von Gerechtigkeitstheorien.

Zeitgenössische Gerechtigkeitstheorien sehen sich vor allem zwei Herausforderungen gegenüber. Erstens ist ihr Geltungsbereich oft zu eng (und damit unrealistisch) bestimmt, weil sie sich weiterhin auf den Staat als ihren primären, oder gar einzigen, Untersuchungsgegenstand beschränken. In einer zunehmend globalisierten Weltordnung stehen die Menschen jedoch über Staatsgrenzen hinweg in vielerlei sozialen sowie politischen Beziehungen. Machtquellen sind daher vielfältig und gründen oftmals nicht mehr ausschließlich in staatlichen Institutionen. Zweitens präsentieren sich zeitgenössische Gerechtigkeitstheorien oftmals in so allgemeiner und abstrakter Form, dass es fast unmöglich erscheint, sie auf konkrete politische Szenarien anzuwenden. Daher muss die Frage methodologisch neu aufgeworfen werden, wie Philosophen und politische Theoretiker Gerechtigkeitsprobleme angehen sollten.

Hierzu veranstaltet die Gruppe Seminare, Workshops und Konferenzen, um die Zusammenarbeit zwischen ihren ständigen Mitgliedern, Fellows und Gästen anzuregen.