Kritik der Rechfertigungsverhältnisse

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Rainer Forst

Kritik der Rechtfertigungsverhältnisse

Perspektiven einer kritischen Theorie der Politik, Suhrkamp Verlag, September 2011

Kritik der Rechfertigungsverhältnisse

Inhalt

Rainer Forst entwirft eine kritische Theorie, die unsere politische Wirklichkeit auf ihre Defizite und ihre Potentiale hin zu entschlüsseln vermag. Dazu bedarf es einer Perspektive, die sozialen und politischen Praktiken immanent ist und sie zugleich transzendiert. Forst betrachtet die Gesellschaft daher als »Rechtfertigungsordnung«, die aus Komplexen verschiedener auf Institutionen bezogener Normen und entsprechender Rechtfertigungspraktiken besteht. Eine »Kritik der Rechtfertigungsverhältnisse« hat somit die Aufgabe, Legitimationen in ihrer Geltung und Genese zu analysieren sowie die ungleiche Verteilung von »Rechtfertigungsmacht« zu thematisieren. Vom Begriff der Rechtfertigung als sozialer Grundpraxis ausgehend, entwickelt Forst eine Theorie radikaler Gerechtigkeit, der Menschenrechte und der Demokratie sowie der Macht und der Kritik selbst. Schließlich stellt er die Frage nach dem utopischen Horizont der Gesellschaftskritik.

 

Inhaltsverzeichnis

I. Radikale Gerechtigkeit
1. Zwei Bilder der Gerechtigkeit
2. Die Rechtfertigung der Menschenrechte und das grundlegende Recht auf Rechtfertigung
3. Transnationale Gerechtigkeit und Demokratie

II. Rechtfertigung, Anerkennung und Kritik
4. Der Grund der Kritik. Zum Begriff der Menschenwürde in sozialen Rechtfertigungsordnungen
5. Das Wichtigste zuerst: Umverteilung, Anerkennung und Rechtfertigung
6. »Dulden heißt beleidigen« – Toleranz, Anerkennung und Emanzipation

III. Jenseits der Gerechtigkeit
7. Die Ungerechtigkeit der Gerechtigkeit. Normative Dialektik nach Ibsen, Cavell und Adorno
8. Utopie und Ironie. Zur Normativität der politischen Philosophie des »Nirgendwo«